Was versteht man unter Glycerinseifen ?

Was versteht man unter Glycerinseifen ?

Glycerinseifen:

Glycerinseifen sind seit 200 Jahren bekannt.

Pflanzliche Glycerinseifen sind durchsichtig und wirken ausgesprochen edel. Die Transparenz beruht auf demselben chemisch-physikalischen Effekt, der auch das Glas durchsichtig macht, denn Glycerinseifen sind eigentlich im Schmelzzustand verbliebene Seifen.

Pflanzl. Glycerinseifen müssen aus sehr reinen Grundstoffen gefertigt werden. Es gibt Öle und Fette die mehr Transparenz hervorrufen als andere. Rizinusöl hat die besten Eigenschaften bezüglich Durchsichtigkeit.

Nach Anfertigung einer Basisseife wird diese durch Zugabe von verschiedenen Alkoholen wie Glycerin (als Nebenprodukt der Biodieselerzeugung werden heute große Mengen pflanzliches Glycerin aus Raps erzeugt), Äthylalkohol, Sorbitol (Zuckeraustauschstoff) etc. in einen Lösungszustand gebracht (gelöst).

Dann wird zur Stabilisierung der Transparenz eine Zuckerlösung dazugegeben.

Pflanzl. Glycerin =

  • transparente Flüssigkeit welche Wasser gut binden kann

  • Sehr feuchtigkeitsspendend

  • Gute Tragfähigkeit von Duftstoffen

  • Gilt als hervorragend verträgliche Substanz

  • Perfekter Schutz für die Hautbarriere

  • Wirkt nicht als Allergen und werden somit von den meisten gut vertragen

Glycerin (= dreiwertiger Alkohol) ist in allen natürlichen Fetten und Ölen vorhanden (chemisch gebunden als Fettsäureester=Triglyceride/E422).

Industriell gefertigte Glycerinseifen werden oft aus tierischen Fetten und Talg hergestellt. Seit 2000 steigt Glycerin aus natürlichen Quellen stark an, mittlerweile wird es nahezu ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. (Nebenprodukt der Biodieselerzeugung aus Raps).